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Kompetenzorientierte Teilnehmerbeschreibung

Die Kompetenzorientierte Teilnehmerbeschreibung

Gliederung und inhaltliche Hinweise

Teil 1: Daten und Fakten

  1. Äußere Erscheinung

z.B. Statur, Gewicht, Farbe der Haare, Gang, Körperhaltung

  • Gesundheitliche Situation:

Hilfsmittel, wie Brille, Hörgerät und der Umgang mit diesen; Allergien, regelmäßige Behandlungen und Therapien; Wichtig: eine Behinderung ist keine Krankheit

  • Sprache, Kommunikationsmöglichkeiten, Kommunikative Kompetenzen

Sprache (Einwort-oder Mehrwortsätze), Wortschatz, Sprachverständnis, Sprachstörungen und -behinderungen, nonverbale Kommunikation, Kontakt herstellen, Gespräch anstoßen

Teil 2 – Kompetenzen und Ressourcen

  • Motorische Kompetenzen: und Ressourcen

Körperbewusstsein, Grobmotorik, Feinmotorik, Körperbeherrschung, Bewegungsfreude u.a.

  • Personale Kompetenzen und Ressourcen

Eigenverantwortung, Durchsetzungsvermögen, Entscheidungsfähigkeit, Flexibilität, Initiative ergreifen, Selbststeuerung (Zuständigkeit erkennen, Handlungsschritte ableiten), Sorgfalt, Verantwortungsbereitschaft, Zielorientiertes Handeln, Übernahme von Funktionen in der Gruppe oder Arbeit (Heimbeirat, Gruppensprecher) u.a.

  • Sozialer Kompetenzen und Ressourcen:
  • Kooperieren, Kontakt aufnehmen und halten, Einfühlungsvermögen, Konfliktbereitschaft, Konfliktfähigkeit, Teamfähigkeit, Beziehungen zu Familien- oder Gruppenmitgliedern, Position, sonstige Kontakte, Partnerschaften, Sexualverhalten, Teilnahme am öffentlichen Leben, Mitgliedschaften in Vereinen, u.a.
  • Lebenspraktische Kompetenzen und Ressourcen:

Selbstversorgung, Gesundheitsfürsorge, sich orientieren, Umgang mit Geld, persönliche Pflege, häusliche Aufgaben, Handfertigkeiten u.a.

  • Kognitive Kompetenzen und Ressourcen:

Planen und Vorstellen, Urteilen, Begriffe bilden, Probleme lösen, Gedächtnisleistung, Abstraktion, (visuelle, auditive) Wahrnehmung und Unterscheiden von Gegenständen und Personen, Kennen oder Erlernen von Mengen-, Raum- und Zeitbegriffen, praktischer Umgang mit Zahlen und Buchstaben, Erfassen von Zeichen und Symbolen, Kulturtechniken, Lösen von Denkaufgaben, Unterscheiden von richtig und falsch u.a.

  •  Kompetenzen und Ressourcen im Lern- und Arbeitsprozess:

Aufmerksamkeit, Durchhaltevermögen, Belastbarkeit, Motivation und Antrieb, Selbstorganisation, Fachwissen, Erledigung regelmäßiger Aufgaben in der (Wohn)Gruppe, Pflichtbewusstsein, Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer, Einschätzen der erbrachten Leistungen, Regelverhalten u.a.

  1. Emotionale Kompetenzen und Ressourcen:

Grundstimmung, Freuden, Ängste, Nöte, Sorgen, Freundschaften, Anteilnahme, Gefühle zeigen und wahrnehmen, Selbstwahrnehmung, Selbstbewusstsein

  1. Ethisch-religiöse Kompetenzen:

Sinnsuche, Spiritualität, Urteilsvermögen, religiöse Überzeugungen und Gepflogenheiten, Lebenshaltung, Einstellungen zum Leben, Auseinandersetzung mit Endlichkeit u.a.

  1. Fachliche Kompetenzen und Ressourcen

Künstlerisch-kreativer Bereich, spielerischer Ausdruck, musischer Bereich, Anwenden von Wissen u.a.

Weitere Ressourcen und Informationen

  1. Freizeitbereich:

Vorlieben, Neigungen, Hobbies, Freizeitgestaltung, z.B. in den Bereichen Spiel, Musik, Gestalten, Sport, regelmäßige Teilnahme an Veranstaltungen, Selbstständigkeit in der Freizeitgestaltung

  1. Besonderheiten:

Hier wird beschrieben, was für den Menschen besonders zutrifft und besonders zu beachten ist ,z.B. Umgangsverbote, Hinweise zu Aufsichtspflicht, Einschränkungen im Umgang mit Alkohol, Nikotin, Koffein, anfallsauslösende Faktoren. An dieser Stelle muss manchmal von der positiven Beschreibung abgewichen werden.

Weitere Informationen zur KTB

  • „Erst verstehen, dann erziehen“ (Paul Moor)
  • Basiert auf der Beobachtung
  • Ist Vorbereitung zur Förderlichen Arbeit
    • Als Grundlage für die Alltagsgestaltung
    • Als Grundlage für Ausgestaltung von Hilfen

Kompetenzorientiert meint

  • Blick auf Fertigkeiten
  • Blick auf Gewohnheiten
  • Nicht auf den „Defekt“ oder das „Nicht-Können“ zu schauen
  • Ermöglicht das Finden von „offen gebliebenen Möglichkeiten“
  • Formulierung des Möglichen, nicht des Defizits