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PMK Unterkurs

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Gezielte Beobachtung (nicht strukturiert)

Vorbereitung der Beobachtung

Grundlage für das pädagogische Handeln ist das Erkennen eines Handlungsauftrages und dem dementsprechenden Ausgangspunkt (Ist-Stand). Ich muss also zuerst wissen, in welchen Bereichen ich pädagogisch begleitend tätig werden will und dann die vorhandene Situation in diesem Bereich einschätzen können.

Hierzu muss ich eine Hypothese bilden, die ich miteiner gezielten Beobachtung überprüfe. Diese ergibt sich meistens aus einer Beobachtung im Alltag, bestimmten Erfahrungen oder vorausgegangenenBeobachtungen.

Um diese Beobachtung durchzuführen, lege ich eine Kategorie fest,also einen (Entwicklungs-) Bereich, den ich beobachten möchte. Andere Bereichetreten in der Beobachtung in den Hintergrund. So kann ich mich auf den festgelegten Bereich konzentrieren undmeine Wahrnehmung darauf ausrichten. Als Kategorie eignen sich sog. Kompetenzbereiche (siehe weiteres Arbeitsblatt).

Das Ziel der Beobachtung soll auch im Vorfeld festgelegt werden. Meistens ist das Ziel, die Hypothese zubestätigen oder zu widerlegen. Außerdem kann es auch ein Ziel sein, weitere pädagogische Handlungen oderFördermöglichkeiten zu planen.

Es sollte weiter auch ein Anlass für die Beobachtunggegeben sein. Dies kann ein bestimmtes Verhalten sein, das in der Alltagsbeobachtung Fragen aufwirft, der Förderauftrag der Einrichtung imAllgemeinen oder auch z.B. ein anstehender Bericht über die Entwicklung der Person für den Kostenträger.

Die Beobachtung selbst und deren Dokumentation sollten möglichst wertfrei und frei von Interpretationensein. Erst nach der durchgeführten Beobachtung versuche ich, die von mir gesammelten Informationen zu deuten und zu interpretieren. Wichtigist es hier, eigene Annahmen und Interpretationen auch als solche kenntlich zumachen oder in einem eigenen Unterpunkt aufzuführen. Dennoch ist es sinnvoll,erste eigene Gedanken zu dem Beobachteten Verhalten festzuhalten.

Sobald ich weiß, was ich beobachtenmöchte und aus welchem Grund, ist es sinnvoll, mir Gedanken über die passende Beobachtungssituation zu machen, auch im Allgemeinen das „Setting“ genannt. Nur dann kann ich sicherstellen, dass ich auch verwertbare Informationensammeln kann, um meine Hypothese zu überprüfen und mein Beobachtungsziel zuerreichen. Auch wähle ich hier die Beobachtungsmethodeaus.

Beurteilung und Auswertung

Bei der Beurteilung habe ich die Möglichkeit zur Interpretation. Anhand der festgelegten Kategorie formuliere ich meine Gedanken zu meinen Beobachtungen. Hier ist es auch möglich, vermutete Absichten für beobachtetes Verhalten einfließen zu lassen. Dies muss ich aber kenntlich machen.

Am Ende der gezielten Beobachtung steht die Auswertung. Hierfür greife ich Hypothese und Beobachtungsziel auf und überprüfe und hinterfrage diese (Evaluation) und folgere daraus meinen weiteren pädagogischen Handlungsauftrag. Die Auswertung der Beobachtung ergibt den sog. Ist-Stand.